• skf kopf tittelbach 1000 226B
  • skf kopf beller 1000 226
  • skf kopf schaeffer 1000 226
  • skf kopf Festl 1000 226
  • skf kopf Lommatsch 1000 226C
  • skf kopf Abdulrafiu 1000 226
  • skf kopf Rupp 1000 226
  • skf kopf Weis Jodam 1000 226
  • skf kopf laux 1000 226B
  • skf kopf schuh 1000 226
  • skf kopf godau 1000 226
  • skf kopf Plappert 1000 226
  • skf kopf Wietze 1000 226B
  • skf kopf Isufaj 1000 226
  • skf kopf Kassebeer 1000 226B
  • skf kopf Regnery 1000 226B
  • skf kopf Braun 1000 226
  • skf kopf Waldschuetz 1000 226
  • skf kopf duex 972 226
  • skf kopf Mueller 1000 226
  • skf kopf klink 1000 226

Schutz und Hilfe für Frauen und Kinder seit 110 Jahren

Doppel-Jubiläum beim SkF mit Festrednerin Professor Rita Süssmuth

Trier - Allen Grund zum Feiern hat der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) Trier, begeht er doch in diesem Jahr gleich ein doppeltes Jubiläum: Der Verein besteht seit 110 Jahren. Das Wohnheim für Mütter und Kinder „Annastift“ existiert 100 Jahre. Rückblick und Ausblick standen im Mittelpunkt des Festaktes am 14. Juni in der Promotionsaula des Trierer Priesterseminars mit Professor Dr. Rita Süssmuth als Festrednerin.

„Frauen bauen für die Zukunft“ lautete das Motto des Jubiläumsfestes, das Geschäftsführerin Christine Imping-Schaffrath moderierte. Dabei verglich Annette Laux, Vorsitzende des SkF Trier, in ihrer Begrüßung den Verein mit einem Baum. Vor 110 Jahren gepflanzt habe er sich zu einem großen, prächtigen Baum mit vielen Ästen und Blättern entwickelt. Fest verwurzelt in seiner traditionellen Bestimmung treibe er dennoch immer wieder neue Äste.

Als „Katholischer Fürsorgeverein für Mädchen Frauen und Kinder“ sei der Verein gegründet worden, um vor allem ausgenützten und missbrauchten Dienstmädchen zu helfen. In seiner Geschichte habe sich der SkF stets entsprechend den Anforderungen durch die Nöte der Zeiten weiterentwickelt. Wohnungslosen und benachteiligten Frauen, Schwangeren, Alleinerziehenden und Frauen mit Kindern in schwierigen Situationen zumindest auf Zeit Halt und Zuflucht zu geben, sei Ziel der Arbeit. So wurde auch 1913 das Annastift als Wohnheim für Mütter und Kindern als Zufluchtshaus gegründet. Viele weitere Aufgaben seien im Laufe der Zeit hinzugekommen, alle hätten sich verändert, einige seien aufgegeben worden. Neben den dankbaren Rückblick stellte die Vorsitzende den Ausblick. Der Baum SkF werde mit dem starken Dünger der engagierten Mitarbeiter verwurzelt in der Tradition auch künftig weiterwachsen und Schutz und Hilfe für viele Menschen bieten.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stellten ihren SkF als Haus dar, bestehend aus insgesamt 23 Bausteinen. Diese symbolisierten von der Beratungsstelle für Schwangere über das Haus für Kinder und die Hortgruppen, das Haus Maria Goretti und die Trierer Tafel bis hin zum „Haltepunkt“  und der Verwaltung alle Bereiche, in denen der SkF tätig ist.

Ein beachtliches und aus dem Leben der Stadt Trier und ihres Umlandes nicht wegzudenkendes Haus, wie in den Grußworten zum Ausdruck kam. Ein Haus, das auch in Zukunft erhalten und von den verantwortlichen Stellen unterstützt werden müsse.

Nachdem der Verein immer wieder mal todgesagt worden wäre, prognostizierte die ehemalige Bundesfamilienministerin Professor Dr. Rita Süssmuth dem SkF noch weitere Jahre. Der Verein zeige den hilfesuchenden Frauen, dass niemand verloren gehe, dass immer ein Neuanfang möglich sei. Mit Kreativität, Leidenschaft und Visionen engagiere sich der SkF in der Gesellschaft. „Die überzeugten Christen in diesem Verein sind für mich immer auch ein Stück weit Zeichen der existierenden weiblichen Seelsorge“, stellte Süssmuth fest und betonte, dass „wir die Offenheit im Denken und die Potentiale der Frauen brauchen“.

Lange habe der Sozialdienst katholischer Frauen nicht den politischen Stellenwert gehabt, der ihm zugestanden hätte. Das habe sich etwas verändert. Trotzdem müsse die Wertschätzung auch durch die kirchlichen Institutionen noch größer werden. Und wenn immer wieder gesagt werde, die freiwilligen Leistungen könnten momentan nicht mehr gewährt werden, so müsse der Bereich vielmehr dringend auf den Prüfstand. Vieles, was als freiwillig bezeichnet werde, sei längst unverzichtbar geworden, Kürzungen bedeuteten katastrophale Auswirkungen.

Aussichtslosigkeit in Perspektiven zu verwandeln, Randgruppen zurück in die Mitte der Gesellschaft zu holen, das seien die Herausforderungen an die heutige Gesellschaft. Der SkF stelle sich diesen in großartiger Weise. Ob man heute noch Fraueninitiativen brauche? Professor Süssmuth beantwortete die Frage mit einem klaren Ja. Initiativen wie der SkF seien im Interesse der Betroffenen und der Helfenden wichtig.

 

Der Festakt wurde musikalisch von Anna Voigt, Gesang; Johannes Schaffrath, Flügel; Tobias Schaffrath, Trompete und Schlagzeug und David Schaffrath Saxophon umrahmt.

 

 

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des SkF bauen beim Jubiläumsfest aus den einzelnen Arbeitsbereichen das bunte, vielfältige Haus des engagierten Vereins.

 

Festrednerin Professor Rita Süssmuth hebt die Bedeutung des 110 Jahre alten Vereins auch für die heutige Gesellschaft hervor.

 

 

Vorstand des SkF v. li. Anja Lenninger, Monika Groß, Annette Laux (Vorsitzende), Irmgard Clais, Rosemarie Singer

Berichterstattung SWR

Veröffentlicht in Presse

Drucken